In diesem Beitrag kannst du meine sehr persönliche mediale Geschichte lesen. Meine erste Begegnung, meine damaligen Vorurteile und meine Skepsis gegenüber einem medialen Workshop. Wenn du noch nicht weißt, was ein Medium ist und woran du ein vertrauenswürdiges erkennst, lies vorher Medium vertrauenswürdig erkennen, 4 Merkmale.
Wie alles begann
„Da gibt es einen Workshop für Sensitivität und Medialität, dort wird unter anderem mit dem Jenseits, mit Verstorbenen, kommuniziert. Sollen wir da mal hingehen?“
So waren die Worte einer Freundin, die mich auf meinen späteren medialen Lehrer aufmerksam machte. Ich war interessiert und gleichzeitig merkte ich innere Zweifel, meinen inneren Kritiker, wie das funktionieren soll, ob es Humbug oder Scharlatanerie ist, wie abgespaced der wohl aussehen mag. Ich war voller Wertung und Habachtstellung, gepaart mit einer riesen Portion Neugierde.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht...
dass der Beginn meiner medialen Geschichte noch einige Jahre zurück lag, nämlich in meiner Kindheit. Zu diesem Zeitpunkt habe ich weder meditiert noch Yoga praktiziert noch ansatzweise irgendwas mit gelebter, ehrlicher Spiritualität am Hut. Ich war interessiert und ließ mir mal die Karten legen, das war’s dann aber auch. Das sollte sich ab diesem Tag schlagartig ändern.
Im medialen Workshop angekommen
Ich scannte direkt, wie das bei mir so üblich war und ganz automatisch abläuft, alle Teilnehmer und den Kursleiter Simon. Ich war erstaunt, dass er vollkommen „normal“ aussah. Weder einen langen, zotteligen Bart hatte, noch kunterbunt angezogen war. Er war auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Bodenständig. Eins fiel mir direkt auf: seine Herzlichkeit.
Meine allererste sensitive Übung
Ich erinnere mich klar und deutlich an die allererste Übung. „Fangen wir mal ganz entspannt, locker, spielerisch mit dem Üben an, um später einen medialen Kontakt herstellen zu können“, so lauteten die einführenden Worte. „Klar, ganz locker, hab ja nix zu verlieren“, dachte ich mir.
Ich saß einer fremden Frau gegenüber, ich kannte nur ihren Vornamen. Wir bekamen die Aufgabe, einen Namen einer uns persönlich bekannten Person auf einen Zettel zu schreiben und an diese Person zu denken. Der Andere kannte die Person nicht. Wir sollten den gefalteten Zettel in die Hand nehmen und uns „reinspüren“.
Ich kicherte und dachte „wie soll ich mich in jemanden reinspüren, den ich nicht kenne“. Bis dato konnte ich gut nachempfinden oder mitfühlen. Mit Reinspüren in fremde Menschen kam ich nie in Berührung und mein damals noch analytisch denkender Verstand empfand das als unlogisch und nicht machbar. Mir war klar, dass solche übersinnlichen Dinge möglich sind, aber doch nicht, dass ich dazu im Stande bin.
Ich nahm den Zettel in die Hand, drehte und wendete ihn, schloss die Augen, spürte innere Unruhe und Nervosität, begann zu schwitzen und rot anzulaufen. Weit und breit keine Information. Grinsend gab ich der Frau den Zettel und sagte „also ich glaub da kommt nix bei raus“.
Kennst du das Gefühl, dass jemand hinter dir steht, der es gut mit dir meint? Dieses Gefühl spürte ich, kurz bevor die Hand des Workshopleiters auf meiner linken Schulter lag und seine beruhigenden Worte mich einhüllten. „Ganz ruhig, entspann dich, schließ mal die Augen, fühl den Zettel und geh dann zu deinem Gefühl. Wie fühlt sich dieser Mensch an?“
Und in diesem Moment öffnete sich einer meiner Wahrnehmungskanäle. So als ob eine Tür aufgemacht wurde, um die Informationen mit einem sanften Windstoß zu mir zu tragen.
Und dann passierte es
Mit geschlossenen Augen saß ich der Frau gegenüber und sprach: „Die Person ist weiblich und körperlich wie emotional weiter weg, sie scheint im Konflikt mit dir zu sein, obwohl sie dir nahe steht. Das lässt dich sehr traurig sein, weil sie dir wichtig ist.“
Ich öffnete die Augen und war entsetzt. Über diese Worte. Über ihre Herkunft. Über den Kloß im Hals vor Traurigkeit. Über das Gesicht der Frau, die schon weinte. Ich schaute den Workshopleiter an, der herzlich grinste: „Ja genau, mach genau da weiter und schau noch tiefer. Sie und du, ihr begegnet euch auf Herzebene.“
Die Frau erklärte mir mit zittriger Stimme, dass ihre Tochter weit weg wohnt und sie tatsächlich im Streit sind, und das ihr das Herz bricht.
Jetzt war der Bockschuss abgeschossen
Meine Augen waren aufgerissen, als würde ich einen Alien sehen. War ich vielleicht der Alien? Woher zum Teufel wusste ich das? War es Zufall? Ich glaube nicht an Zufälle. Das Zufallsprinzip war damit abgehakt, aber es machte das Herausfinden, woher die Informationen kamen, nicht einfacher.
Die Traurigkeit ließ nach, mein Verstand drehte hüpfend und mit erhobenen Armen Kreise und schrie „Alarm, bloß nicht alles glauben“. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich weder zuordnen, dass die Traurigkeit von der Frau gegenüber kam, noch, dass ich gerade sensitiv gearbeitet habe. Und dass noch viel genauere Informationen möglich sind, lernte ich erst nach einigen Monaten, vielen Tränen und Erkenntnissen, bis ich mich als ausgebildetes Medium zeigte.
Nach dem Workshop
An diesem Abend fuhr ich von Niefern nach Karlsruhe und für mich stand fest: Da möchte ich tiefer einsteigen. Was steckt dahinter? Wie kann das möglich sein? Wem kann ich davon erzählen, der mich nicht für komplett verrückt erklärt?
Eins war so klar wie Kloßbrühe. Ich musste erstmal selbst damit klarkommen.
Teil II folgt.
Häufige Fragen zu meiner medialen Geschichte (FAQ)
Wann hast du gemerkt, dass du medial veranlagt bist?
Rückblickend gab es schon in meiner Kindheit Anzeichen. Bewusst wahrgenommen habe ich es erst mit etwa 20 Jahren in jenem Workshop, der diesen Beitrag prägt.
Wie lange dauerte deine mediale Ausbildung?
Vier Jahre nach dem englischen Spiritualismus.
Kann jeder Mensch sensitive Fähigkeiten entwickeln?
Jeder Mensch hat sensitive Anlagen. Wie ausgeprägt sie sind und wie tief jemand damit arbeiten kann, ist sehr individuell. Mit Übung und Begleitung lassen sich die meisten Sinne deutlich verfeinern.
Wo arbeitest du heute?
In meinem Ponopono Studio in Karlsruhe und online via Zoom.
Wann kommt Teil II?
Ich arbeite an Teil II, melde dich für meinen Newsletter an, dann bekommst du Bescheid, sobald er online ist.
Dein nächster Schritt
Mehr zu meiner Arbeit als Medium erfahren. Medium vertrauenswürdig erkennen, 4 Merkmale.
Wissen, wie eine mediale Sitzung abläuft. Mediales Sitting, Ablauf bei Ponopono.
1:1 Termin bei mir buchen. Ponopono Sitzung anfragen.


