Tarot – Hexerei oder Coachingtool?

Inhaltsverzeichnis

In diesem Blogbeitrag erfährst du was es mit dem Thema Tarot auf sich hat, wie viel Wahrheit in den klassischen Tarot-Mythen steckt, was der Unterschied zwischen Tarot- und Orakelkarten ist und am Ende erhältst du 3 Tipps wie du das Tarot im Alltag nutzen kannst.

Was ist Tarot?

Seit vielen Jahrhunderten benutzen Seher:innen oder Heiler:innen Karten zur Unterstützung um Entscheidungen zu treffen, sich in ein Thema/Problem reinzufühlen oder sich mit ihrem Inneren zu verbinden.

Tarot wird sehr oft mit Mystik, Hexerei, Wahrsagerei und Betrug in Verbindung gebracht. All das, was mit Tarot eigentlich gar nichts zu tun hat. Weil Tarot viel mehr dazu dient Unterbewusstes auf ehrlicher Basis ins Bewusstsein zu holen ohne irgendwas dazu zu erfinden

Aber fangen wir doch erstmal ganz vorne an:

Aufbau eines Tarotdecks

Das bekannteste Tarotdeck ist das von A. E. Waite, was sich ideal als Einsteigerdeck eignet. Es besteht aus 78 Karten.

Das Deck wird unterteilt in die große Arkana und die kleine Arkana.

Die große Arkana (0 – 21) zeigen große Ereignisse bzw. wichtige Lebensabschnitte und weisen Umbrüche/Themen hin, die uns schon länger beschäftigen. Du kannst dir die große Arkana wie ein kompletter irdischer Seelen-Prozess vorstellen. Von der Inkarnation über die verschiedensten emotionalen Situation, die die menschliche Erfahrung mit sich bringt.

Die kleine Arkana (restliche 56 Karten) spiegeln eine Tendenz bzw. „kleinere“ Situationen wider.

Tarot wird sehr oft mit Mystik, Hexerei, Wahrsagerei und Betrug in Verbindung gebracht. All das, was mit Tarot eigentlich gar nichts zu tun hat. Weil Tarot viel mehr dazu dient Unterbewusstes auf ehrlicher Basis ins Bewusstsein zu holen ohne irgendwas dazu zu erfinden

Aber fangen wir doch erstmal ganz vorne an:

 Tarot-Mythen

Es ranken sich sämtliche Mythen um das Tarot, weshalb es mir am Herzen liegt dir das Thema Tarot & Soulreading transparent und einfach verständlich zu vermitteln und darüber aufzuklären.

#1: Tarot ist Wahrsagerei

An was denkst du als Erstes, wenn du „Tarot“ hörst? 

Die Meisten denken hier an eine esoterische Frau auf dem Jahrmarkt, die in ihrem abgedunkelten Zelt in einer Räucherstäbchenwolke mit einer Kristallkugel und den Tarotkarten dich empfängt um dir zu sagen, wann du deinen Traumpartner und deinen absoluten Traumjob findest.

Das Bild darfst du ab jetzt gerne aus deiner Vorstellung streichen. Tarot hat nämlich gar nichts mit Zukunftsvorhersagen oder Wahrsagerei zu tun. Tarot ist ein Coachingtool, das dir deinen AKTUELLEN Zu-Stand spiegelt und aufzeigt. Dh es kann nichts hineingedichtet werden, was die Zukunft angeht (wenn es auf ehrlicher und demütiger Basis genutzt wird).

Es geht vielmehr darum herauszulesen, was dich GERADE unterstützen kann in Balance zu kommen oder was dich IM MOMENT blockiert oder was dich JETZT unterstützen kann, damit du den nächsten Schritt gehen kannst.

Weshalb die Fragen beim Tarot keine Ja/Nein-Fragen sind, sondern offene Fragen wie „Was unterstützt/blockiert mich“ & somit sind die Antworten immer im Jetzt.

#2: Nur ein Medium oder eine Person mit besonderen Fähigkeiten kann Tarotlegen

Auch das entspricht nicht der Wahrheit. Jedermann/-frau kann dieses sensitive Tool erlernen und für sich oder andere nutzen.

Das Tarot ist der Spiegel deiner Seele, deines Unterbewussten & diesen Zugang hat jeder Mensch. Die Frage ist viel eher, ob du dich dem öffnen möchtest.

Es gibt keine bestimmten Vorkenntnisse, die man haben muss um Tarot legen zu können – du musst weder Medium noch Heiler:in sein

Natürlich kannst du deine Fähigkeiten & anderen Ausbildungen mit einfließen lassen und diese mit dem Tarot kombinieren – so lege ich z.B. die Karten, indem, dass ich meine Erfahrungen aus der medialen Ausbildung mit einbringe (Soulreading), was aber nicht zwingend nötig ist. Wie genau ich ein Soulreading durchführe, ist weiter unten aufgeführt.

#3: Die Tarotkarten haben magische/böse Kräfte

Definitiv: NEIN

Die Karten können auf den ersten Blick für jemand der sich damit nicht auskennt beängstigend wirken – gerade z.B. die Karte „Tod“ oder „Teufel“, da wir in der westlichen Welt (Gesellschaft) von klein auf beigebracht bekommen, dass die Themen Tod und Teufel was Negatives oder Schreckliches sind. 

Frage dich mal, was du mit Tod und Teufel verbindest.

Vielleicht sind diese zwei Themen schon ohne Tarotkarten negativ mit Angst/Furcht belegt.

Die Karte Tod muss nicht für den physischen Tod stehen, sondern kann auf ein Ende einer bestimmten Phase/Situation hinweisen, was wiederum sehr positiv sein kann – weil dort wo was Altes endet, was Neues beginnen kann.

Auf der Teufelkarte sieht man zwei Personen, die in Ketten gelegt sind. 

Was FÜHLST du im ersten Moment, wenn du an zwei Personen denkst, die in Ketten liegen?

ängstlich, furchtsam, hilflos, schmerzhaft, unter Druck, schockiert, sorgenvoll, zitternd,…

Bist du im Glauben, dass diese Personen gezwungen sind in Ketten zu liegen? Das hatte ich nämlich nicht beschrieben – das ist vielleicht mit der erste Gedanke, wenn wir Menschen in Ketten uns vorstellen.

Bei der Teufelskarte geht es viel mehr darum, dass die Menschen ihre Ketten/Fesseln sich selbst entnehmen können. Das es selbst auferlegte Ketten sind. Und genau hier beginnt das Coaching, um dann tiefer zu schauen, was steckt hinter diesen Fesseln? Warum legt die Person sich selbst in Fesseln? Was hindert sie, sich zu befreien? Was kann sie bei der Befreiung unterstützen?

Orakelkarten vs. Tarotkarten

Ich sehe immer wieder wie Tarotkarten mit Orakelkarten verwechselt bzw. als dasselbe beschrieben werden, um hier für klare Abgrenzung und gleichzeitige Kombinationsmöglichkeiten zu schaffen, lies die kommenden Punkte.

Was sind Orakelkarten?

Orakelkartensets können vollkommen verschiedene Themenbereiche und unterschiedlich viele Karten beinhalten. Es gibt bei Orakelkarten keine bestimmte Reihenfolge. Nach meinem Empfinden nach, sind die Orakelkarten eher unspezifisch und Tarotkarten spezifisch, da sich mehr Möglichkeiten ergeben tiefer in die Themen einzutauchen.

Wie können Orakelkarten mit Tarotkarten kombiniert werden?

Super easy – lege zuerst die einen, dann die anderen Karten. Ich bevorzuge es zuerst Tarotkarten zu legen, damit ich den tiefen Einblick habe worum es geht, indem ich eine gezielte Frage wie „Was könnte Person XY in ihrem aktuellen Prozess/Thema unterstützen?“ und dann zusätzlich noch eine Orakelkarte ziehe um noch weitere wichtige Impulse reinzubekommen. Ein Orakelset können z.B. Krafttiere oder Zitate etc beinhalten und so noch weiteren Input mitreingeben.

Soulreading mit Tarot

Ich kombiniere das Tarot mit einem weiteren sensitivem Tool – dem Soulreading, um noch einen tieferen Einblick in das Thema des Klient:in zu bekommen.

Was ist ein Soulreading mit Tarot?

Beim Soulreading verbinde ich mich mit dem Seelenfeld von demjenigen für welchen ich die Session durchführen darf bevor ich Karten lege. Das bedeutet ich erhalte einen sehr tiefen Einblick in das Seelenleben und bekomme schon allein beim Soulreading Antworten & lege dann noch zusätzlich Tarotkarten. Da ich sehr visuell veranlagt bin, 

Was ist das Besondere am Soulreading mit Tarot?

Das Besondere am Soulreading ist, dass hier Gefühle, Zustände, Dinge von mir beschrieben werden können, die ich faktisch nicht wissen kann (was wiederum für Außenstehende „mystisch“ aussieht) und gleichzeitig für den, der das Soulreading bekommt neben Erstaunen große Dankbarkeit auslöst. Weil mein Gegenüber sich sofort wieder erkennt & weiß, dass das was ich spreche die absolute Wahrheit ist und nichts dazu gedichtet ist. Das schafft nicht nur Vertrauen, sondern auch Herzöffnung beim Klient:in, was wiederum ermöglicht, dass noch mehr Informationen fließen können.

Wie ist der Ablauf eines Soulreading mit Tarot?

1. Kontaktaufnahme: Der Klient:in bucht sich über die Homepage einen Termin/schreibt mir

2. Fragen des Klient:in: Ich erhalte zu einem Thema die offenen Fragen vom Klient:in (keine Ja/Nein Fragen)

3. Soulreading-Session: Live via Zoom oder via Sprachnachrichten

4. After Soulreading-Session: Du erhältst die Aufzeichnung (falls es ein Live Zoom war) & Journalingfragen (Selbstreflektion) zu deinem Thema, sodass du auch nach der Session noch genauer für dich in dein Thema eintauchen kannst und Klarheit bekommst.

3 Tipps wie du Tarot in deinem Alltag nutzen kannst

Tipp 1: 

Ziehe intuitiv morgens deinen Tagesimpuls & reflektiere abends inwiefern die Karte dich unterstützt hat

Impuls für die Fragestellung: Was ist wichtig heute für mich zu wissen?

Tipp 2: 

Ein weiterer idealer Zeitpunkt für das Tarot ist der Neumond und Vollmond. 

Impuls für die Fragestellung: 

Neumond: Was darf ich diesen Mond-Zyklus in mein Leben einladen?

Vollmond: Was darf ich mit diesem Vollmond loslassen?

Tipp 3:

Für Frauen ist gibt es jeden Monat einen weiteren wundervollen Zeitpunkt um sich mit dem Tarot zu verbinden und zwar die Menstruation, da die Menstruationsphase eine körperliche, energetische und emotionale Reinigung ist, bietet sich dieser Zeitpunkt super an.

Impuls für die Fragestellung: Was darf ich im „alten“ Zyklus (letzte ca. 4 Wochen) lassen und worauf darf ich im kommenden Zyklus (nächsten 4 Wochen) den Fokus legen.